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Veranstalter:

Akademie für Ganzheitliche Psychotherapie
Akademie für Ganzheitliche Psychotherapie (gemeinnützige Organisation)
Fortbildung in trauma- und körperorientierter schulenübergreifender Psychotherapie

Trauma-Institut-Leipzig
Trauma-Institut-Leipzig an der Akademie für Ganzheitliche Psychotherapie
Fortbildungszyklen für Traumafachberater und Psychotraumatherapeuten

Psychotraumazentrum Leipzig, e. V
Psychotraumazentrum Leipzig e. V.
SAFE®-Kurse - Sichere Ausbildung für Eltern zur Förderung einer sicheren Eltern - Kind - Bindung

Beate SiegertBeate Siegert aus Leipzig ist selbständige Augenoptikerin und Gründungsmitglied und Vorsitzende des Psychotraumazentrums Leipzig e.V.,  Traumafachberaterin (TIL – Trauma – Institut – Leipzig) und SAFE®-Mentorin (bindungsorientiertes Fortbildungsprojekt für junge Eltern nach Brisch, LMU-München.). Fortbildungen in trauma -und körperorientierter Psychotherapie seit 1999.

Abstracts:

Prä-Workshop:

Block I: Vorstellung SAFE® – Sichere Ausbildung für Eltern

Im Workshopseminar werden wichtige Erkenntnisse aus der modernen Bindungs- und Säuglingsforschung vorgestellt, die Inhalt dieses präventiven Trainingsprogramms für werdende Eltern sind. Nach diesen theoretischen Einführungen wird mit den teilnehmern ein training in der zwischenmenschlichen Feinfühligkeit vorgenommen, indem anschauliche Videobeispiele gemeinsam diskutiert und Lösungswege aufgezeigt werden. Die Workshopteilnehmer sollen im Seminar effektive Umgangstechniken zwischen Säugling und Eltern lernen bzw. gute eigene Erfahrungen vertiefen, sodass die unbewusste Weitergabe von neurotischen Konflikten oder Psychotraumata vermieden werden.

Block II: Ekel in Schwangerschaft und der frühen Elternzeit

Hier wird an die Erkenntnisse des I. Seminarteils angeknüpft. Zusätzlich werden hier theoretische Grundlagen der Spezifik des Ekels für werdende Eltern vorgestellt, Schwierigkeiten im Zusammenhang mit einer guten Bindungsentwicklung diskutiert und Stabilisierungstechniken gleich zum Ausprobieren angeboten. Viele anschauliche Beispiele und Erfahrungen aus den SAFE®-Kursen geben Einblick in die Arbeit mit dem Ekel.

Literatur: Brisch, K. H.; Hellbrügge, T. (2003): Bindung und Trauma. Stuttgart: Klett-Cotta; Ainsworth, M.D.S. (1977): Feinfühligkeit versus Unempfindlichkeit gegenüber Signalen des Babys. In: Grossmann, K.E. (Hrsg.): Entwicklung der Lernfähigkeit in der sozialen Umwelt, S. 98-107. München: Kindler; Bowlby, J. (1995): Elternbindung und Persönlichkeitsentwicklung. Heidelberg: Dexter; Vogt, R. (2007): Psychotrauma, State, Setting. Gießen: Psychosozial-Verlag


Haltgebende und nachnährende beseelbare Objekte

Nach einer kurzen theoretischen Einführung zur Entwicklung der Arbeit mit beseelbaren Objekten in der Psychotherapie werden in diesem Workshop haltgebende und nachnährende Objekte zur Anwendung in therapeutischen Settings vorgestellt, die den TeilnehmerInnen im Verlauf auch direkt zum Ausprobieren angeboten werden.
Beseelbare Therapieobjekte sind Symbolisierungsmedien, die zur Gestaltung von Therapiesettings verwendet werden. KlientInnen können diese Objekte in sehr invidueller Form beseelen, was gerade in der trauma- und körperorientierten Therapie wichtig ist.
Fast alle Objekte können als haltgebende und nachnährende Objekte beseelt werden. Eigens zu diesem Zweck sind beispielsweise die Tauwippe, das Klammerpferd, die Kinderschaukel, die Hängematte, das Kuschel- bzw. Riesenei, der Nestsack, die Riesentonne, das Thronbett, das Krankenbett und die Trage entwickelt worden. Haltgebende und nachnährende Objekte zusammen mit Berührungen der Therapeutin/ des Therapeuten haben unter anderem besondere Wichtigkeit bei regressiven Begegnungen mit kindlichen Anteilen von Erwachsenen im Traumazustand, bei der Darstellung der Beziehungen in der Ursprungsfamilie und auch im Hier und Jetzt bei einer gesünderen Begegnung mit der Therapeutin/ dem Therapeuten. Sie können auch spielerisch sowie zur Erprobung von therapeutischen Lösungen eingesetzt werden.
Im Workshop werden drei konkrete Objekte vorgestellt und deren Anwendungsmöglichkeiten herausgearbeitet: das Riesenei, die Riesentonne und die Trage. Alle Teilnehmer sind freiwillig eingeladen, diese ausgewählten Settings je nach Zeitbudget danach auszuprobieren.

 

Hauptvortrag:

Frühe Intervention in der Schwangerschaft bis zum Ende des 1. Lebensjahres

Im ersten Teil des Vortrages soll eine Übersicht über die aktuellen Forschungsergebnisse im Bereich frühe Intervention und Videointervention gegeben werden. Es wird ein Augenmerk auf das Präventionsprogramm SAFE® (Sichere Ausbildung Für Eltern) unter besonderer Berücksichtigung des Feinfühligkeitstrainings speziell in Leipzig gelegt und Perspektiven aufgezeigt.
Das Präventionsprojekt, entwickelt von PD Dr. med. Karl-Heinz Brisch (Dr. von Haunerschen Kinderspital München) richtet sich an werdende Eltern zum Aufbau einer guten Bindung zu ihrem Kind.
Anschließende werden einzelne Module des SAFE®-Programms von aktiven SAFE®mentoren vorgestellt und diskutiert. Das meist tabuisierte Ekelerleben in der Spätschwangerschaft, Geburt und im ersten Lebensjahr des Kindes soll auf der Grundlage von praktischen Erfahrungen aus SAFE®-Treffen anhand von anschaulichen Beispielen exemplarisch demonstriert werden. Eine anwendungsbezogene Achtsamkeitsübung zum Thema „Umgang mit Ekelgefühlen“ soll vorgestellt und in Ansätzen gleich ausprobiert werden. Das Ziel dieser körperorientierten Intervention ist einerseits ein bewusster (reflektierter) Umgang mit dem eigenen Ekel und andererseits eine gute innere Stabilisierung bei drohendem Überflutungs- oder Überforderungsserleben durch den Ekel. Wichtige Punkte des Vortrages können abschließend diskutiert und Fragen gestellt werden.

 

Literatur: -
Ferenczi, S. (1932): Sprachverwirrung zwischen den Erwachsenen und dem Kind. In: Ferenczi, S. (1964): Bausteine zur Psychoanalyse, Bd. III, Stuttgart: Huber, 510-525; Huber, M. (2003): Trauma und die Folgen. Trauma und Traumabehandlung. Teil 1 und Teil 2. Paderborn: Junfermann; Siegert, B. und Wetzig, A.-S., Körperorientierte Nachnährung in der Psychotherapie. In Vogt (2008): Körperpotenziale in der traumaorientierten Psychotherapie. Gießen: Psychosozial-Verlag, 307-312; Vogt, R. (2007): Psychotrauma, State, Setting. Gießen: Psychosozial-Verlag.

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