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Veranstalter:

Akademie für Ganzheitliche Psychotherapie
Akademie für Ganzheitliche Psychotherapie (gemeinnützige Organisation)
Fortbildung in trauma- und körperorientierter schulenübergreifender Psychotherapie

Trauma-Institut-Leipzig
Trauma-Institut-Leipzig an der Akademie für Ganzheitliche Psychotherapie
Fortbildungszyklen für Traumafachberater und Psychotraumatherapeuten

Psychotraumazentrum Leipzig, e. V
Psychotraumazentrum Leipzig e. V.
SAFE®-Kurse - Sichere Ausbildung für Eltern zur Förderung einer sicheren Eltern - Kind - Bindung

Weblinks Kongreßbuch Körperpotenziale in der traumaorientierten Psychotherapie 2007

1.8 Frank Röhricht
Körperpsychotherapie und Forschung

Seite 104

3  Ausblick

Im Hinblick auf eine weitere Etablierung der KPT als vierte große Säule in der PT-Methodenlandschaft (neben den kognitiv-verhaltenstherapeutischen, familientherapeutischen und psychodynamischen Schulen) ist eine weitere Bündelung der Forschungsbemühungen im Sinne einer Evaluation manualisierter, integrativer klinischer KPT ratsam und erforderlich.
Eine bereits zu verzeichnende Bezugnahme auf jüngere Erkenntnisse affektiver Neurowissenschaft kann wichtige Impulse/Anregungen für die Prozessforschung anbieten; dabei scheint es erforderlich Erkenntnisse zu gewinnen bzgl. der Frage der eigentlich aktiven Wirkkomponenten in der KPT. Weiterhin stellt sich die Frage nach den Besonderheiten in der therapeutischen Beziehung in der KPT. Hinsichtlich einer differentiellen Therapie bleibt zu klären: Wann wirkt welche Intervention besser? Wann wirken kombinierte Interventionsstrategien besser? Welche Therapeuten-Charakteristika sind mit höherer Effektivität assoziiert?
Eine störungs-spezifische, syndrom-orientierte Evaluation kann sich orientieren an den Beschreibungen der Störungen des Körpererlebens, Bezug nehmen auf prä-verbale Kommunikations- bzw. Abwehrmuster und als »Affekt-motorische Schemata« (körperliche Handlungen/motorische Überzeugungen in Verbindung mit affektiven Tönungen und kognitiven Einschätzungen) beschriebene Muster des Verhaltens.
Schwerpunkte in der störungsspezifischen Manualisierung bieten sich derart z.B. an: bei Angststörungen Interventionen des Grounding, der Affektregulation und Ressourcen-Aktivierung, bei Depressionen Interventionen zur Förderung der Gegenregulierung, psychomotorischen Aktivierung und symbolischen Wunscherfüllung und bei Psychosen eine Fokusssierung auf körpernahe Ich-Rekonstruktionen.

 

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