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Kongressbuch 2013

Veranstalter:

Trauma-Institut-Leipzig
Trauma-Institut-Leipzig an der Akademie für Ganzheitliche Psychotherapie

Fortbildungszyklen für Traumafachberater und Psychotraumatherapeuten

Akademie für Ganzheitliche Psychotherapie
Akademie für Ganzheitliche Psychotherapie
(gemeinnützige Organisation)
Fortbildung in trauma- und körperorientierter schulenübergreifender Psychotherapie


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Exposé

Das sich traumatisch verändernde Gedächtnis ist ein heißes Thema der psychotherapeutischen Langzeitbehandlung von dissoziativen Traumanachfolgestörungen. Gerade wenn Gewalterfahrungen mit wichtigen Bindungspersonen gemacht oder schlimme Schockerfahrungen von Kleinkindern im vorsprachlichen und Kindergartenalter gemacht wurden, ist das Speichern der traumatischen Vorfälle sehr fragmentarisch-verzerrt, emotional-magisch vermischt und strukturell unlogisch eingeordnet. Diese traumatisch bedingte Speicherproblematik wird den geschädigten Klienten in unwissenschaftlicher und manchmal zynischer Art und Weise z. B. von Gerichten als „Beleg der Nichtglaubwürdigkeit“ vorgeworfen. Um der False Memory Bewegung dieses Feld der notwendigen wissenschaftlichen Durchdringung des sich verändernden traumatischen Gedächtnisses nicht zu überlassen, haben wir dieses wichtige Thema in dieser – kürzer gestalteten – Fachtagung aufgegriffen und die verschiedenen Fachleute, um neue Forschungsbeiträge aus der Praxis gebeten.

Wir möchten mit einer Reihe von verschiedenen Fallbeispielen und Behandlerperspektiven in Ausschnitten zeigen, wie sich das Gedächtnis von der Aufnahme einer Behandlung bis zum erfolgreichen Abschluss der Psychotherapie normalerweise im schwierigen Wechselwirkungsprozess einer Einzel- und Gruppentherapiebehandlung verändert. Das heißt, wir untersuchen, welchen Gehalt Informationen oft atmosphärisch, symbolisch oder faktisch anfangs besitzen und wie sich diese Daten normalerweise während der Gesundung in Bewegung setzen können oder durch unsere Therapiemethoden zu Tage treten und ordnen lassen.

Diese Referenten haben zugesagt:

PD Dr. phil. Rosemarie BarwinskiPD Dr. phil. Rosemarie Barwinski (Schweiz) ist Psychoanalytikerin, Psychotherapeutin in eigener Praxis in Winterthur (Schweiz); Privatdozentin an der Universität zu Köln; Seit ihrer Habilitationsschrift im Jahre 2005 forscht sie zum Thema der Traumabearbeitung in analytischen Langzeitbehandlungen; Leiterin des Schweizer Instituts für Psychotraumatologie (SIPT), Winterthur; Zahlreiche Veröffentlichungen im Bereich Psychotraumatologie, Psychotherapie und Traumagedächtnisforschung.
Thema: „Die Integration traumatischer Erfahrungen“

PhD Renée P. MarksPhD Renée P. Marks (Großbritannien) ist leitende Psychotherapeutin am Institut Integrate Families in Manchester, Nordengland. Dieses Institut ist ein nationales Zentrum für Kinder und Jugendliche mit Komplextrauma und Dissoziation. Dort ist Frau Marks als nationale und internationale Trainerin für Bindungsproblematiken, Affektregulationsstörungen sowie andere komplexe Traumatisierungen bei Kindern und Erwachsen tätig. Sie ist ebenso Vorsitzende im Komitee für Kinder und Jugendliche in der ESTD und widmet sich auch dort dem Spezialgebiet schwerer Komplextraumatisierungen bei Kindern und Jugendlichen. Weitere Tätigkeitsfelder sind für Frau Marks Gerichtsgutachten und Supervisionstätigkeit.
Thema: „Therapeutische Veränderungen im Gedächtnis von Kindern und Jugendlichen mit dissoziativen Traumastörungen“

PhD Valerie SinasonPhD Valerie Sinason (Großbritannien) ist Dichterin, Schriftstellerin, Psychotherapeutin für Kinder und Erwachsene und Psychoanalytikerin. Sie hat in den Tavistock and Portman Kliniken gearbeitet und am Lehrstuhl des St George Krankenhaus in der Abteilung für psychiatrische Behinderungen. Sie ist Gründungsmitglied und Leiterin der Klinik für dissoziative Forschung, ein unabhängiger Tertiärversorger des britischen Gesundheitsdienstes. Sie Autorin zahlreicher Bücher und Artikel, darunter als Herausgeberin: „Trauma, Dissoziation und Multiplizität: Die Arbeit mit Identität und Selbstanteilen“ und verschiedener Monografien zur Arbeit mit hochdissoziativen Störungen.
Thema: „Therapeutische Probleme und Gedächtniszugänge bei hochdissoziativen Patienten“

DP Irina VogtDP Irina Vogt (Leipzig) ist Psychotraumatologin und Tiefenpsychologin in freier Praxis. Außerdem Körperpsychotherapeutin und kreative Mal- und Spieltherapeutin seit über 20 Jahre im Bereich von komplextraumatisierten/dissoziativen Patienten tätig. Seit ca. 2000 arbeitet sie mit ihrem Ehemann am Behandlungsprogramm SPIM 30 für dissoziative Störungen. Beide haben das Trauma-Institut-Leipzig als Fortbildungs- und Forschungsstätte 2002 gegründet. Irina Vogt wirkt ebenfalls Traumafachdozentin für andere nationale und internationale Institute mit. 2011 Fellow-Award der ISSTD für herausragende Leistungen im Fachbereich.
Thema: „Fallbeispiele für Gedächtnisverwirrungen bei dissoziativen Störungen“

Dr. rer. nat., DP Ralf VogtDr. rer. nat., DP Ralf Vogt (Leipzig) ist Psychotraumatologe und Psychoanalytiker in freier Praxis. Außerdem auch analytischer Körperpsychotherapeut, Familientherapeut sowie Behandler für imaginative Psychotherapie. Im Bereich von komplextraumatisierten Patienten arbeitet er seit ca. 20 Jahren und hat seit dem Jahr 2000 ein eigenes Behandlungsprogramm SPIM 30 für dissoziative Störungen zusammen mit seiner Frau entwickelt . Beide haben das Trauma-Institut-Leipzig als Fortbildungs- und Forschungsstätte 2002 gegründet. Dr. Vogt ist Past-Boardmember des internationalen Vorstand der ISSTD, hat 2011 den Fellow-Award für besondere Leistungen im Fachbereich erhalten und ist Autor zahlreicher Fachbücher.
Thema: „Forschungskonzeption zu Gedächtnisniveauveränderungen bei Traumapatienten“

MSc Psych Winja LutzMSc Psych Winja Lutz (Bad Wildungen) ist staatlich anerkannte Erzieherin, Diplom bildende Künstlerin, Psychologin und Traumafachberaterin. Sie hat viele Jahre als Erzieherin in der stationären Jugendhilfe, als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Trauma-Institut-Leipzig und als Dolmetscherin im traumatherapeutischen Fachbereich gearbeitet. 2015/2016 war sie Stationspsychologin an der Wicker Klinik, Bad Wildungen. Sie hat verschiedene Fachbücher im traumatherapeutischen Fachbereich ins Deutsche übersetzt und 2013 den Student Award der ISSTD für ihre herausragenden Leistungen im Fachbereich erhalten. Sie ist im Editorial Board der ESTD und Privatdozentin im traumapädagogischen Fachbereich. 
Thema: „Im Einkauszentrum verloren gehen ist keine Kindesmisshandlung – Loftus und die methodischen Fehler der Erinnerungsforscher“

Dipl.-Psych. Thomas HaudelDipl.-Psych. Thomas Haudel (Berlin) Psychologischer Psychotherapeut, Studium für Klinische Psychologie in Leipzig, Ausbildungen in Tiefen­psycho­logisch-fundierter und Biodynamischer Psychotherapie, Fortbildung zum Trauma­psycho­thera­peuten am Traumainstitut Leipzig, Psychotherapeut in freier Praxis für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Berlin Prenzlauer Berg und Psychologe in der Erziehungs- und Familienberatungsstelle Berlin Friedrichshain/Kreuzberg.
Thema: „Szenische Traumaerinnerungsarbeit mit körper­psycho­thera­peutischen Interventionen“

Dipl. Geogr. Salina CentgrafDipl. Geogr. Salina Centgraf (Leipzig) ist Geographin, Mediatorin, Traumafachberaterin i.A. und seit 2015 Vorsitzende des Psychotraumazentrum Leipzig e.V.. Sie ist außerdem ausgebildete Yogalehrerin und bietet traumasensible Yogakurse für Betroffene an.
Thema: „Pränatale Hirnentwicklung – Geburtstraumatisierungen und Schwangerschaft“

Dipl. Kunsttherapeutin Sabine HampfDipl. Kunsttherapeutin Sabine Hampf (Leipzig) ist Diplom Kunsttherapeutin und befindet sich in Ausbildung zur tiefenpsychologischen Kinder- und Jugendlichen­psycho­therapeutin und Weiterbildung zur Trauma­fach­beraterin/Trauma­thera­peutin. Seit 2014 ist sie Mitarbeiterin im Psycho­trauma­zentrum Leipzig e.V. und bietet u.a. Traumafachberatungen für Erwachsene und Einzel- und Gruppensupervision für Flüchtlingshelfer an.
Thema: „Verlorene Puzzlesteine wiederfinden: Kunsttherapeutische Elemente in der Traumatherapie“